Ditziput 2018

Die 22. Kinderspielstadt wird dieses Jahr mit einem spannenden Thema durchstarten:

Planen, Konstruieren, Erschaffen
- Ditziput, die Baustelle

Ditzinger Anzeiger

Sommerzeit ist Ditziput-Zeit

Das war zumindest so für 277 Ditzinger Kinder …
Was die unentbehrlichen 75 Betreuer im Alter von 17 – 75 angeht, waren schon viele seit März vorbereitend zu Gange, ganz zu schweigen vom Leitungsteam, das sich bereits im November 2016 mit dem Thema beschäftigt hatte … und in 3 Monaten das Thema für 2018 angehen wird. „Nach Ditziput ist vor Ditziput!“

Werfen wir einen Blick auf die interessante Zeit mit Ihren Kindern und den Fabelwesen. Eines davon fand man dieses Jahr in der Mitte unseres Ditziput-Areals: ein Drache.
In Fragmenten wurde er angeliefert und dann von den Kindern teilweise erneuert, zugesägt, zusammengeschraubt und bemalt, so dass er als Kulisse für den Elternabend und den Übernachtungstag seine Rolle übernehmen konnte. Er wurde immer größer und länger und richtig schön – und konnte am Ende sogar Feuer spucken!!

Am Übernachtungstag, dem Dienstag in der 2 Woche, an dem dieses Jahr nahezu die Hälfte der Kinder teilnahm, bangten wir sehr wegen des Wetters. Doch der Regen hörte rechtzeitig auf und es blieb die ganze Nacht trocken. Da waren nicht nur wir, sondern auch die Kinder und der gewählte Stadtrat, der den Tag organisiert hatte, überaus glücklich. Ein Stadtrat, der wegen seiner Zusammensetzung wohl in die Geschichte von Ditziput eingehen wird. Viele Kinder hatten in den ersten 2 Tagen der Kinderspielstadt für das Amt des Gemeinderats und / oder Bürgermeisters kandidiert. So gab es so viele Wahlplakate wie noch nie zuvor. Und das Ergebnis verblüffte nicht nur durch die traumhafte 70%ige Wahlbeteiligung, sondern auch durch die Gewinner der Wahl. Nicht nur der Bürgermeister hieß mit Nachnamen Kopp, sondern auch zwei seiner Brüder, die in den Gemeinderat einzogen. Dieses Jahr konnte man schon von einer Kopp-Dynastie sprechen! Nur dass unsere Dynastien eben nur 2 Wochen andauern!

Das diesjährige Thema „Von Einhörnern, Elfen und magischen Orten“ wurde in den meisten der 57 Arbeitsbereiche sichtbar „gelebt“.
In der Kunstwerkstatt entstanden „mobile“ Einhörner, die man selbst auf dem Kopf tragen und auch wieder abnehmen konnte und die sehr attraktiv aussahen. Fabelwesen wurden modelliert, in Form von Silhouetten in Kalendern abgebildet, auf Spiegeln in Mosaikform trappiert, bei Stoff und Farbe auf Stoff gemalt, als Marionetten erstellt und in der Uni analysiert und katalogisiert.
Ganz neue geheimnisvolle, manchmal auch lustig anmutende Fantasiewesen wurden kräftig bunt aus weggeworfenem Material im Arbeitsbereich „Fantasiemüll“ konzipiert.

Fantasie ist etwas, was wir jedes Jahr den Kindern entlocken wollen, da Fantasie in unserer heutigen Zeit verloren zu gehen scheint. Eine wertvolle Eigenschaft, die wir noch bei Kindern schätzen können, erhalten wollen und weiterhin fördern wollen.

Das Essen in Ditziput bot dieses Jahr ein reichliches Angebot an Essen und Drinks, die vom Namen her zuhause nicht auf dem Mittags- oder Kaffeetisch der Eltern zu haben waren:

Einhornschmarrn, Trollklumpen, Zauberstäbe, ein Lebenselixier namens„3-köpfiger Drache“, „Waldfee“-Tee, Glücks- und Aufheiterungstrank, aber auch den „Unbesiegkeitstrank“, den „Trank der Weisen“, den „Prickelnden Poltergeist“, Elfentau, die „Engelsträne“, die Drachentaler, Monstercookies, Koboldkekse und Prinzentaler … und den „schlichten“ „Eiskaba“, die Krönung aller Hauptnahrungsmittel in Ditziput.

Am Montag hatten wir dieses Jahr den Zauberer Bennini zu Gast, der Ihren Kindern kleine Kunststücke aus der Welt der Zauberei beibrachte. Ich vermute, dass sie damit zuhause angelangt, gleich „groß“ rauskommen wollten. Stimmt’s?

Der krönende Abschluss unseres vielfältigen Programms war die Präsentation und Flugshow der Greifvögel und Eulen am Mittwoch in der 2. Woche. Selbst ich sah zum 1. Mal in meinem Leben einem Uhu beim Fliegen zu. Er jagt in der Luft nicht durch Blickkontakt, sondern über das Gehör seine Beute. Und alles vor unseren Augen – und über unseren Köpfen mit dem spürbaren Luftzug des Flügelschlags.
Bei den mitgebrachten Vögeln handelte es sich zusätzlich um zwei weitere Eulen, zwei Wüstenbussarde und noch einem Exemplar der größten Falkenart. Manche Vögel landeten auf dem Arm der Kinder. Manche durfte man sogar streicheln. Der notwendige Respekt wurde den Tieren gezollt und eine kleine Portion Angst war oft auch im „Gepäck“. Wann haben Sie das letzte Mal eine Eule gestreichelt?

Vögel können fliegen. Drachen und Elfen können fliegen. Doch dieses Jahr gab’s zum 1. Mal in Ditziput eine Post: Die „Fliegende Post“. Wer mochte, konnte Briefe an seine alten und neugewonnenen Freunde in Ditziput schreiben, die dann von den Ditziput-Postboten zugestellt wurde. Liebesbriefe waren natürlich nicht ausgeschlossen!. Vielleicht sollten wir nächstes Jahr die Post parfümieren ….
Die Post war ein Renner, sagte mir Claudia, die dieses Jahr diese Aufgabe das erste Mal innehatte. Sogar bei Ihnen kam sie gut an, habe ich mir sagen lassen. So werden wir diesen Bereich voraussichtlich nächstes Jahr etwas erweitern. Lassen Sie sich überraschen! Für die Kinder war es auf jeden Fall eine schöne Ergänzung in der Welt der Mails und modernen Kommunikationsmöglichkeiten.

Sommerzeit ist Ditziput-Zeit. Das kann nur funktionieren, wenn wir auf die Betreuer zählen können, die den Sinn eines solchen Projekts verstanden haben. Nochmals herzlichen Dank an dieses hochmotivierte Team, die Ihren Kindern das Thema wieder vermittelt haben und sich mit Engagement Jahr für Jahr daran beteiligen. Dennoch suchen wir jedes Jahr neue Betreuer! Denken Sie an uns, wenn es nächstes Jahr im Januar wieder losgeht. Wir freuen uns auf Sie! Unterstützen Sie die Kinder von Ditziput!!

Thomas Hartlieb für das Leitungsteam